Beim Grabmal von Saadi in Shiraz

IRAN
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Seit 1997 reise ich ein bis zweimal pro Jahr nach Iran – und bin jedes Mal von neuem überrascht. Die Menschen (jetzt etwa 79 Millionen) leben zwar unter einem immer noch relativ rigiden Regime (das sich, im Vergleich zur Khomeini- und Ahmadinejad-Zeit, allerdings gelockert hat), aber sie verstehen es, ihre Freiheiten immer etwas mehr auszudehnen. Nichts von Verstocktheit, nichts Defensives ist da zu spüren: jüngere und ältere Iranerinnen und Iraner kommen auf uns zu, wollen mit uns über Gott und die Welt diskutieren. Ich kenne kein Land, in dem man angenehmer reisen kann.
Gewisse Regeln müssen allerdings beachtet werden: das Kopftuch für die Frauen ist ein Muss, auch eine Jacke oder ein Mäntelchen "Ich kenne kein Land, in dem man angenehmer reisen kann." gehören zum guten Ton – aber niemand muss einen Tschador tragen. Zu den Regeln gehört aber auch: kein Alkohol, keine Shorts für die Männer.
Die Hotels sind gut bis sehr gut, das Essen ist abwechslungsreich, die Autobusse sind komfortabel. Und selbst lange Fahrten werden, das zeigt die Erfahrung, immer als kurzweilig und interessant empfunden. Mehdi Tajik, unserem regionalen Reiseleiter, und mir bieten solche Fahrten die Gelegenheit, Ihnen Wissenswertes über Politik, Wirtschaft, Kultur, den Alltag der Iranerinnen und Iraner zu vermitteln. 

Die Vielfalt Irans ist überwältigend: in Persepolis, Choqa Zanbil, Susa die Antike, in Teheran die Gegenwart – und dazwischen die Kultur der Zoroastrier in Yazd, der islamischen Safawiden in Isfahan. Das alles wird überlagert von einer vitalen Jetzt-Zeit, mit menschlich immer unglaublich schönen Begegnungen mit der Bevölkerung dieses oft verkannten Landes. Iran ist ja nicht, wie viele EuropäerInnen meinen, düster, sondern im Gegenteil lebensfroh und vital. Und dies ungeachtet all der aktuellen Probleme.
Diese Iran-Reise führt von der Hauptstadt aus zuerst über Qom (Zentrum der schiitischen Geistlichkeit) und Kashan (geprägt von einer grossbürgerlichen Kultur des 19. Jh.) nach Yazd und Shiraz (plus Persepolis), dann in die Antike des Tieflandes am Persischen Golf – und danach zum Schluss-Höhepunkt, nach Isfahan.


VORGESEHENES REISEPROGRAMM

1. Tag / Fr, 6. April 2018: Anreise

Flug von Zürich nach Teheran.

2. Tag: Teheran

Wir besuchen das Nationalmuseum, die Juwelensammlung aus der Schah-Zeit oder den Golestan-Palast plus Bazaar.

3. Tag: Teheran – Kashan

Wir verlassen Teheran in südlicher Richtung, vorbei am Khomeini-Mausoleum und machen einen Zwischenhalt in Qom, der Stadt der schiitischen Rechtsgelehrten. Ein Besuch des Mausoleums von Fatima ist normalerweise möglich.

4. Tag: Kashan

Die Stadt ist zauberhaft: Villen mit Innenhöfen aus dem 19. Jh., eine Moschee mit architektonischen Wurzeln bei den Seldschuken, interessanter Bazaar. Und alles wirkt hier, im Vergleich zu Teheran, gemächlich.

5. Tag: Kashan – Yazd

Auf unserer heutigen Fahrt gibt’s zwei bis drei Zwischenstopps: Ardestan mit einer Moschee, die in die Zeit vor dem 10. Jh. zurückreicht, Nain mit den Bauwerken aus der Seldschukenzeit und Meybod.

6. Tag: Yazd

Yazd, die Altstadt aus Lehmziegeln erbaut, UNESCO-Weltkulturerbe (vom Zerfall bedroht), ist auch jene Stadt, in der die Kultur der Zoroastrier noch erlebbar ist. Fahrt zu den Begräbnisstätten der Anhänger der Lehre Zarathustras, zum Feuertempel und zur Freitagsmoschee.

7. Tag: Yazd – Shiraz

Angenehme Tagesreise durch Gebirgslandschaften. Vor unserem Tagesziel liegt Pasargadae, die in die Frühzeit der persischen Hochkultur zurückreichende Ruinenstadt.

8. Tag: Shiraz

Shiraz, eine Millionenstadt, in ihrem Wesen aber eher gemächlich gestimmt. Bazaar, Moscheen, Mausoleen der Dichter Hafez und Saadi.

9. Tag: Shiraz

Ausflug nach Persepolis und Naqshe Rostam (klassische Stätten des Altertums). Persepolis war das Zentrum der klassischen persischen Kultur. In Naqshe Rostam sind die Felsengräber der Herrscher der Achämenidenzeit und der Sassaniden.

10. Tag: Shiraz – Ahwaz

Eine lange, aber schöne Fahrt vom iranischen Hochland in die Tiefebenen, in der Region des Persischen Golfs. Unterwegs liegt Bishapur mit Zeugnissen aus der Zeit der Sassaniden.

11. — 12. Tag: Ahwaz und Umgebung

Zwei Tage, an denen wir uns auf eine völlig andere Kultur konzentrieren können: Auf jene der frühen Antike, der Elamiter insbesondere. Die Zikkurats (Stufentempel) aus der Zeit vor 1200 v.Chr. sind DIE Attraktion. Grossartig ist die Altstadt von Shushtar mit ihren architektonischen Bauten.

13. Tag: Ahwaz – Isfahan

Flug von Ahwaz nach Isfahan.

14. — 15. Tag: Isfahan

„Isfahan, nesfe-jahan“, besagt ein iranischer Refrain und meint: Isfahan ist die halbe Welt, alles Andere, irgendwo und zusammen genommen, schafft es noch, die andere Hälfte zu besetzen… Isfahan ist ein Zentrum der islamisch-iranischen Hochkultur: Die Freitagsmoschee aus der Epoche der Seldschuken (11. / 12. Jh.), die Moscheen der Safawiden-Zeit (17. Jh.) und die Stadtanlage aus der gleichen Zeit. Dazu: die harmonischen Brücken, der kilometerlange Bazaar und ausgedehnte Parkanlagen. Isfahan ist einmalig. Wir nehmen uns genügend Zeit, die Stadt zu erleben.

16. Tag / Sa, 21. April 2018: Rückreise

Rückflug in die Schweiz.


Programmänderungen vorbehalten!

 

 

Reisedatum

Freitag, 06. April bis
Samstag, 21. April 2018
Buchbar

PREIS PRO PERSON
Doppelzimmer
CHF 8'860.–
Zuschlag für Einzelzimmer
CHF 900.–

Teilnehmer/Innen
14 Personen max.
10 Personen min.

Im Preis inbegriffen
  • Linienflüge in Economy–Klasse
  • Flughafentaxen (Sicherheitsgebühren) für alle Flüge
  • Vollpension inklusive Getränke zu den Mahlzeiten
  • Unterkunft in gehobenen Mittel- und Erstklasshotels
  • Transfers und Ausflüge gemäss Programm
  • Experten-Reiseleitung und Betreuung ab/bis Schweiz durch Erich Gysling
  • Lokale deutschsprechende Reiseleitung
  • Visum für Iran
  • Grosse Trinkgelder (für Reiseleitung und Fahrer)
Nicht inbegriffen
  • Getränke
  • Persönliche Auslagen
  • Kleinere Trinkgelder
  • Versicherungen
Zusatzleistung

Gutschein für ein Bahnbillett der 1. Klasse, vom Wohnort (Grenzort Schweiz) zum Hauptbahnhof Zürich und zurück. Bücherbon zur Einlösung im Schweizer Buchhandel

Allgemeine Informationen

DOKUMENTE

Schweizer BürgerInnen benötigen zur Einreise einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist. Ein Visum für den Iran ist erforderlich. Wir holen dieses für Sie ein. Der Reisepass darf keinen Sichtvermerk „Israel“ enthalten. Zur Visaeinholung sind vom Kriminaltechnischen Dienst Ihres Wohnkantons bestätigte Fingerabdrücke zwingend erforderlich.

 

Wichtiger Hinweis: Wer sich seit dem 1. März 2011 im Iran aufgehalten hat (oder im Besitz einer doppelten Staatsbürgerschaft mit dem Iran ist) kann nicht mehr mit einer ESTA-Reisegenehmigung in die USA einreisen. In diesen Fällen muss ein Visum beantragt werden. Auch bereits ausgestellte ESTA-Reisegenehmigungen verlieren ihre Gültigkeit, falls der Antragsteller im Besitz einer doppelten Staatsbürgerschaft mit dem Iran ist.

 

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EMPFOHLENE IMPFUNGEN

Diphtherie, Tetanus, Polio, Masern, Hepatitis A

TRANSPORT

Flug, Bus

WÄHRUNG

In Iran ist der Rial im Umlauf. Empfohlen zur Mitnahme: USD oder Euro in bar. Kreditkarten werden teilweise in Teppich-Geschäften akzeptiert.

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TEMPERATUR / KLEIDUNG

Im April durchschnittlich 22°C am Tag, 10°C nachts.

Bei der Kleidung ist auf die streng islamische Bevölkerung Rücksicht zu nehmen.

 

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