Naranjestan, Shiraz

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Es gibt wohl kein anderes Land, das in den Medien (auch bei den Politikern) so kontrovers geschildert wird, wie Iran. Für die US-Regierung und für Israels Premier Netanyahu ist Iran ein Teufel in Person, für die Saudis ist es eine Macht, die das Ziel verfolgt, die Glaubensgemeinschaft der muslimischen Sunniten (weltweit ca 1,3 Milliarden) durch die Tradition der Schiiten (weltweit kaum 150 Millionen) zu strangulieren. Dass diese Darstellungsweise nichts als Propaganda ist, wissen die Saudis selbst – aber diese Form der Verbreitung von „fake news“ ist offenkundig international fast schon salonfähig. Nur hat das mit der Wirklichkeit wenig zu tun. "Aber eine Bedrohung für die mittelöstliche Region ist Iran nicht."
Iran wurde, das stimmt, zu einer selbstbewussten Regionalmacht – und betreibt eine bisweilen auch problematische Aussenpolitik (Unterstützung Assads in Syrien zum Beispiel). Aber eine Bedrohung für die mittelöstliche Region ist Iran nicht – und im Innern herrscht (generell) Ruhe. Manchmal gibt es Demonstrationen gegen die Wirtschaftspolitik der Herrschenden, bisweilen auch Kundgebungen von Frauen, welche die Kopftuch-Pflicht abschaffen wollen. Aber all das ist nicht Anlass für eine neue Revolution. Und wer durch das Land reist, stellt fest: die Bevölkerung ist lebensfroh, ist nicht (die Medien verzerren in dieser Hinsicht Vieles) düster und verstockt. Jüngere und ältere Iranerinnen und Iraner kommen immer wieder auf uns zu, wollen mit uns über Gott und die Welt diskutieren. Ich kenne kein Land, in dem man angenehmer reisen kann.

Plant man für das Frühjahr eine Reise durch Iran, muss man sich entweder für die erste Hälfte März oder April entscheiden. Dazwischen liegt Nowruz, das iranische Neujahr. Die erste Märzhälfte ist besonders schön. Wir beginnen in Teheran, da ist’s noch etwas kühl (die Stadt liegt zwischen 1100 und 1600 Metern Höhe), dann fahren wir immer weiter südlich. Kommen wir in Shiraz an, brechen die Blüten schon mit voller Kraft aus. Und erst im Tiefland unten, bei den bis zu 6000 Jahre alten Stätten um Ahwaz und Susa! Also, es lohnt sich, für die ersten Tage auf dieser Reise noch etwas Erwärmendes mitzunehmen.

VORGESEHENES REISEPROGRAMM

1. Tag / Fr, 1. März 2019: Anreise

Flug von Zürich nach Teheran.

2. Tag: Teheran

Wir besuchen das Nationalmuseum, die Juwelensammlung aus der Schah-Zeit oder den Golestan-Palast plus Bazaar.

3. Tag: Teheran – Kashan

In südlicher Richtung verlassen wir Teheran, vorbei am Khomeini-Mausoleum und machen einen Zwischenhalt in Qom, der Stadt der schiitischen Rechtsgelehrten. Ein Besuch des Mausoleums von Fatima ist normalerweise möglich.

4. Tag: Kashan

Die Stadt ist zauberhaft: Villen mit Innenhöfen aus dem 19. Jh., eine Moschee mit architektonischen Wurzeln bei den Seldschuken, interessanter Bazaar. Und alles wirkt hier, im Vergleich zu Teheran, gemächlich.

5. Tag: Kashan – Yazd

Auf unserer heutigen Fahrt gibt’s zwei bis drei Zwischenstopps: Ardestan mit einer Moschee, die in die Zeit vor dem 10. Jh. zurückreicht, Nain mit den Bauwerken aus der Seldschukenzeit und Meybod.

6. – 7. Tag: Yazd

Yazd, die Altstadt aus Lehmziegeln erbaut, UNESCO-Weltkulturerbe (vom Zerfall bedroht), ist auch jene Stadt, in der die Kultur der Zoroastrier noch erlebbar ist. Fahrt zu den Begräbnisstätten der Anhänger der Lehre Zarathustras, zum Feuertempel und zur Freitagsmoschee.

8. Tag: Yazd – Shiraz

Angenehme Tagesreise durch Gebirgslandschaften. Vor unserem Tagesziel liegt Pasargadae, die in die Frühzeit der persischen Hochkultur zurückreichende Ruinenstadt.

9. Tag: Shiraz

Shiraz, eine Millionenstadt, in ihrem Wesen aber eher gemächlich gestimmt. Bazaar, Moscheen und Mausoleen der Dichter Hafez und Saadi.

10. Tag: Shiraz

Ausflug nach Persepolis und Naqshe Rostam (klassische Stätten des Altertums). Persepolis war das Zentrum der klassischen persischen Kultur. In Naqshe Rostam sind die Felsengräber der Herrscher der Achämenidenzeit und der Sassaniden.

11. Tag: Shiraz – Ahwaz

Eine lange, aber schöne Fahrt vom iranischen Hochland in die Tiefebenen, in der Region des Persischen Golfs. Unterwegs liegt Bishapur mit Zeugnissen aus der Zeit der Sassaniden.

12. Tag: Ahwaz und Umgebung

In Ahwaz werden wir uns auf eine völlig andere Kultur konzentrieren: Auf jene der frühen Antike, der Elamiter insbesondere. Die Zikkurats (Stufentempel) aus der Zeit vor 1200 v.Chr. sind DIE Attraktion.

13. Tag: Ahwaz – Isfahan

Grossartig ist die Altstadt von Shushtar mit ihren architektonischen Bauten, welche wir besuchen. Flug von Ahwaz nach Isfahan.

14. – 15. Tag: Isfahan

„Isfahan, nesfe-jahan“, besagt ein iranischer Refrain und meint: Isfahan ist die halbe Welt, alles Andere, irgendwo und zusammen genommen, schafft es noch, die andere Hälfte zu besetzen… Isfahan ist ein Zentrum der islamisch-iranischen Hochkultur: Die Freitagsmoschee aus der Epoche der Seldschuken (11. / 12. Jh.), die Moscheen der Safawiden-Zeit (17. Jh.) und die Stadtanlage aus der gleichen Zeit. Dazu: die harmonischen Brücken, der kilometerlange Bazaar und ausgedehnte Parkanlagen. Isfahan ist einmalig. Wir nehmen uns genügend Zeit, die Stadt zu erleben.

16. Tag / Sa, 16. März 2019: Rückreise

Rückflug in die Schweiz.


Programmänderungen vorbehalten!

 

 

Reisedatum

Freitag, 01. März bis
Samstag, 16. März 2019
Buchbar

PREIS PRO PERSON
Preis pro Person
CHF 8'860.–
Zuschlag für Einzelzimmer
CHF 930.–
Kleingruppenzuschlag (8-9 Personen)
CHF 900.–

Teilnehmer/Innen
14 Personen max.
10 Personen min.

Im Preis inbegriffen
  • Linienflüge in Economy-Klasse
  • Flughafentaxen (Sicherheitsgebühren)
  • Übernachtungen in gehobenen Mittel- und Erstklasshotels
  • Vollpension
  • Ausflüge, Eintritte und Transfers gemäss Programm
  • Experten-Reisebegleitung und Betreuung durch Erich Gysling
  • Zusätzliche örtliche Reiseleitung
  • Visagebühren
  • Grosse Trinkgelder (für Reiseleiter und Fahrer)
Nicht inbegriffen
  • Getränke
  • Persönliche Auslagen
  • Nicht im Programm erwähnte Leistungen
  • Kleinere Trinkgelder
  • Reiseversicherung
Zusatzleistung

Gutschein für ein Bahnbillett der 1. Klasse, vom Wohnort (Grenzort Schweiz) zum Flughafen Zürich-Kloten und zurück

Allgemeine Informationen

DOKUMENTE

Schweizer BürgerInnen benötigen zur Einreise einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig ist. Ein Visum für Iran ist erforderlich, wir holen dieses für Sie ein. Der Reisepass darf keinen Sichtvermerk „Israel“ enthalten.

Zur Visaeinholung sind Fingerabdrücke der Behördenstelle Ihres Wohnkantons zwingend erforderlich.

Hinweis: Wer sich in Iran aufhielt, muss aktuell für die nächste Reise in die USA ein Visum beantragen.

 

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EMPFOHLENE IMPFUNGEN

Diphtherie, Tetanus, Polio, Masern, Hepatitis A

TRANSPORT

Flug, Bus

WÄHRUNG

Die Währung in Iran ist der „Iranische Rial (IRR)“. Empfohlen zur Mitnahme: USD oder Euro in bar. Kreditkarten werden teilweise in Teppich-Geschäften akzeptiert.

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TEMPERATUR / KLEIDUNG

Im März durchschnittlich 16°C am Tag im Norden und 23°C im Süden.

Bei der Kleidung ist auf die streng islamische Bevölkerung Rücksicht zu nehmen.

 

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