Maria Winiger

MARIA WINIGER

Fremde Kulturen – eine Faszination für mich seit ich mich erinnern kann. Das Fremde hier bei uns wie auch in der Fremde zu erleben stand am Anfang, bevor ich Ethnologie studierte.

Ich komme aus dem Raum Zürich, besuchte Schulen dort wie auch in Fribourg und Glarus. Ich arbeitete erst als Sekundarlehrerin, danach studierte ich Ethnologie, Sozialpsychologie und Soziologie an der Uni Zürich. Für meine Feldforschung lebte ich ein Jahr in Südasien, vor allem in Bangladesch. Die Auseinandersetzung mit den völlig anderen Lebensbedingungen und vorbestimmten Rollen, insbesondere der Frauen, forderten mich. Die Armut im bengalischen Dorf, wo sogar eine Tasse Tee für die Menschen unerschwinglich war, war sehr präsent und bedrückend.
Dennoch begegnete ich neugierigen und offenen Menschen, die sich auf Fremdes einliessen und in Dialog traten. Im Zusammenleben mit diesen Menschen habe ich erfahren, wie Veränderungen subtil stattfinden. Diese Zeit hat mich stark geprägt und zu meinem Entscheid geführt, in der Entwicklungszusammenarbeit tätig zu werden.

In der Folge arbeitete ich als Programmverantwortliche mit asiatischen Ländern zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten in der Entwicklungszusammenarbeit und Katastrophenhilfe. Als Fachreferentin arbeitete ich zum Thema «Frauen und Entwicklung» sowie Gesundheit mit Schwerpunkt HIV/Aids. Später als Abteilungsleiterin war ich zuständig für die Programme in Asien und Mittelost.
Beeindruckt hat mich immer wieder, wie die Menschen in schwierigsten Situationen ihr Leben aktiv gestalten, für ihre Grundrechte eintreten und beinahe Unglaubliches erreichen.

Auf unseren Reisen begegnen wir Frauen, Männern und Jugendlichen, die ihren Weg aufzeigen, den sie gegangen sind und beschreiben, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen.