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Flusskreuzfahrt Mekong: von Luang Prabang bis hoch zum Goldenen Dreieck

In diesem Reisebericht nimmt Sie Background Tours-Mitarbeiterin Dana Christen mit nach Laos. Es geht von Luang Prabang aus bis hoch zum Goldenen Dreieck – während knapp einer Woche immer schön dem Mekong entlang. Unterwegs ist sie mit der «Mekong Pearl».

Das Schiff

Für knapp eine Woche sind wir mit der «Mekong Pearl» – einem wunderschönen Boutique-Flussschiff − auf dem Mekong von Laos nach Thailand unterwegs. Das Schiff ist seit 2017 in Betrieb und verfügt über 15 Aussenkabinen verteilt auf zwei Decks. Alle Kabinen sind mit Klimaanlage und einem eigenen Bad mit WC/Dusche ausgestattet. Es gibt drei verschiedene Kabinenkategorien: Classic, Superior und Deluxe. Für unser Wohlbefinden sorgen 16 Mitarbeitende.

Barfuss unterwegs

Auf dem Oberdeck befinden sich ein Innenrestaurant, ein Barbereich und ein separates Sonnendeck mit versenkbarem Dach. Der kleine SPA-Bereich auf dem Hauptdeck ist der ideale Ort, um nach einer Massage entspannt in den Tag zu starten. Mein Highlight: auf dem Schiff ist es nicht gestattet, Schuhe zu tragen. Die Crew und die Gäste bewegen sich an Bord barfuss oder in feinstoffigen Slippers.


Die Route

Unsere Route startet in Luang Prabang in Laos. Die alte Königsstadt kombiniert französische Kolonialgebäude und buddhistische Tempel- und Klosteranlagen. Am frühen Morgen beobachten wir Mönche bei ihrem traditionellen Almosengang. Nach diesem schönen Erlebnis besuchen wir einen Markt, auf dem alles Mögliche feilgeboten wird: von toten Leguanen bis hin zu Büffelleder-Snacks ...

Es geht los

Wir frühstücken reichhaltig an Bord – ohne Leguane sondern mit Kaffee und frischen Früchten. Danach startet die «Mekong Pearl» ihre Fahrt auf dem unberechenbaren Mekong. Ab jetzt sind wir fünf Tage flussaufwärts unterwegs: bis zur Grenze von Thailand.

Grosse Verantwortung

Der Mekong, auch die Mutter aller Wasser genannt, ist der grösste Fluss Südostasiens. Über 5000 Kilometer fliesst er von China aus, dann über Myanmar, Laos, Thailand und Kambodscha, bis er schliesslich in Vietnam im südchinesischen Meer mündet. Der Fluss kann in der Regenzeit um bis zu zwanzig Meter ansteigen. So kann es vorkommen, dass grössere Felsen vollständig in der Wassermenge verschwinden. Die Kapitäne kennen jeden Felsen und jeden Stein auf der Route. Sie tragen eine grosse Verantwortung, das Schiff sicher zu steuern. 

Jede Reise ist einzigartig

Vor der abendlichen Dämmerung suchen sich unsere zwei Kapitäne jeweils ein schönes Plätzchen zum Anlegen. Sie entscheiden sich, je nach Wasserstand und Strömung, auf die Anlagestellen. So kann es vorkommen, dass das Schiff vorher noch nie an dieser Stelle angelegt hat und entsprechend ist jede Reise auf dem Mekong einzigartig.

In den nächsten Tagen besuchen wir abgelegene Dörfer und buddhistische Tempelanlagen. Einmal schauen wir bei einer lokalen Schule vorbei. Seit vielen Jahren können Reisende eine Spende abgeben und die Schule und das ganze Dorf unterstützen, das freut mich sehr. Zum Dorf fahren wir übrigens mit einem abenteuerlichen und sogenannten Longtail-Boot auf dem Namtha River. Ein besonderes Erlebnis für mich. 

Nicht sattsehen

Wenn das Boutique-Schiff mehrere Stunden ohne Halt unterwegs ist, lassen wir es uns auf dem Panorama-Deck gutgehen. Auf dem obersten Deck verwöhnen wir uns mit einer grossartigen Sicht auf die umliegende Landschaft und auf den Mekong. Wir fahren vorbei an Dschungel, Reisfeldern und kleinen Dörfern, immer weiter bis Huay Xai. Die Landschaft verändert sich stetig und wir können uns auch nach mehreren Tagen nicht daran sattsehen.


Kulinarische Höhepunkte

Jeden Morgen zaubert die sympathische Crew ein grosses Frühstücksbuffet für uns. Wir wählen zwischen einem kontinentalen und einem asiatischen Frühstück. Was ich sehr schätze, täglich steht ein grosser Korb mit exotischen Früchten bereit.

Am Mittag verwöhnen uns die Köche ebenfalls mit einem grossen Buffet. Die Gerichte setzen sich vor allem aus Reis und feinen Currys mit Gemüse und Fleisch zusammen. Für jeden Essensgeschmack ist etwas dabei. Wer mag, der kann Mitte Nachmittag zu Kaffee und Kuchen gehen. 

Zum Znacht serviert uns die Crew jeweils ein Vier-Gänge-Menü. Es ist schön, zum Essen spannende Gespräche mit den Mitreisenden zu führen und gemeinsam die schönen Eindrücke des Tages Revue passieren zu lassen.


Auf Wiedersehen!

Nun ist er da, der Tag, an dem wir in Huay Xai ankommen. Wir verabschieden uns, etwas traurig, von der inzwischen liebgewonnenen Crew und von «unserem» Schiff. Mit dem Bus fahren wir zur Grenze von Thailand und reisen in die Region des Goldenen Dreiecks weiter. Am Fusse des Tempelbergs überblicken wir die Grenzregion zwischen Thailand, Myanmar und Laos. Wow!

Einen letzten Stopp legen wir beim berühmten weissen Tempel «Wat Rong Khun» in Chiang Rai ein. Danach ist diese wunderbare Studienreise zu Ende und wir verabschieden uns von unserer Reisegruppe.


Unternehmen Sie eine Reise auf dem Mekong

Ich habe meinen Aufenthalt in Südostasien sehr genossen und empfehle diese Flusskreuzfahrt allen, die gerne von ihrem Alltag daheim entfliehen und zur Ruhe kommen möchten. Die Umgebung und das Schiff sind Balsam für die Seele.

Im Herbst begleitet unser Experte Patrick Rohr eine Flusskreuzfahrt auf dem Mekong. Ich legen Ihnen diese Reise sehr ans Herz.

Patrick Rohr hat in den letzten Jahren Südostasien privat und als Fotograf viele Male bereist. Er wird Sie in die Geheimnisse dieser wunderschönen Ecke unserer Welt einführen: mit Ihnen die Gerüche der Garküchen und Räucherstäbchen aufsaugen und in die Mystik der buddhistischen Tempel und Felsenhöhlen eintauchen. Immer mit dabei: seine Kamera. Wenn Sie auch gerne fotografieren, werden Sie von ihm unterwegs wertolle Tipps bekommen.