Claudio Rossetti

Ich bin vor dreiundfünfzig Jahren unter dem Sternzeichen Zwillinge zur Welt gekommen, mein Vater stammt aus dem Tessin und meine Mutter ist Deutsch-Schweizerin. Ein Klassiker, mit dem Vorteil, eine Auswahl an kombinierten Genen aus typisch teutonischer Zuverlässigkeit und der Flexibilität und Kreativität unseres Hauses zu besitzen. Der Gotthard stellt für mich seit jeher eine wichtige Transitroute dar: seit meinem Hochschulstudium in Wirtschaft und Marketing habe ich unzählige Male die Nord-Süd-Achse, den Weg der Menschen und der Kommunikation, zurückgelegt. Kommunikation ist das zentrale Werkzeug meiner persönlichen und beruflichen Entwicklung: mit wenig mehr als zwanzig Jahren betätigte ich mich bereits als freier Journalist für eine Basler Tageszeitung und als Korrespondent der Schweizer Monatszeitschrift Musicscene. Nach meinem Abschluss konnte ich diese Fähigkeiten im Rahmen meiner Tätigkeit im Sponsoringbereich der UBS vertiefen, insbesondere indem ich das Projekt des Filmfestivals von Locarno wieder aufnahm.


Vom Lago Maggiore bis zum Vierwaldstättersee: als Verantwortlicher für die Kommunikation gab mir das Schweizer Verkehrshaus die Aufgabe, die Beziehungen zu den Medien zu verbessern (wie könnte ich die Reise mit den Journalisten an den Fuss des Mount Everest, die höchste Pressekonferenz der Welt auf dem Kilimandscharo oder die Begegnung mit dem Astronauten Nicollier in Houston vergessen), die Zusammenarbeit mit den Agenturen und Reiseveranstaltern zu entwickeln und Projekte im Bereich Museum und Film (IMAX) zu leiten. Schliesslich kehrte ich für eine neue Herausforderung ins Tessin zurück: die kulturelle und wirtschaftliche Wiederbelebung des Monte Verità von Ascona. Von 2002 bis 2011 habe ich als Direktor der Stiftung das Projekt „Luce“ (Licht) entwickelt, das dem Kultur- und Kongresszentrum neuen Glanz verleihen sollte, und mit seiner Umsetzung begonnen. Von einem kulturellen zu einem natürlichen Paradies: dem Aletschgletscher, wo ich einen grossen Sport- und Urlaubsort leitete. Seit 2015 bin ich Direktor der Barry-Stiftung, einer Institution mit Sitz in Martigny, die sich mit dem Schweizer Symbol par excellence auseinandersetzt: dem Bernhardiner.

Meine Leidenschaft? Reisen: Tourist sein, andere Orte erleben, denn „das Leben ist eine Reise und Reisen heisst leben“.